Uncharted 3: Drake’s Deception im GameTest

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Big, Bigger, Uncharted 3. Der lang ersehnte dritte Teil der Uncharted-Saga ist endlich erhältlich und muss nun seinen schäfsten Kritiern standhalten: Den Gamern. Denn wenn die ersten beiden Teile schon so erfolgreich waren, ist die Messlatte für den Nachfolger unermesslich hoch. In diesem GameTest werden wir sehen, ob Naughty Dog gute Arbeit geleistet hat. Ich erinnere mich gerne an das Jahr 2006. Die Playstation 3 kam auf den Markt und mit ihm eine große Anzahl hochkarätiger Spiele. Doch etwas fehlte, denn neben Skate und Sportspielen und etlichen Shootern, vermissten wir alle die großen Abenteuer, ähnlich wie damals mit Lara Croft in Tomb Raider. Doch ein Jahr später dann kam Uncharted und fegte alles weg. Schon damals glänzte Uncharted mit detailierter Grafik und super Animationen. Die Jahre vergingen und die fleißigen Bienchen bei Naughty Dog arbeiteten. Und sie gaben uns einen weiteren Blockbuster in Form von Uncharted 2. Es fühlte sich mächtiger an. Allein das Spielkapitel, wo man auf die Gebäude steigt und diese schier unendliche Weitsicht zu sehen bekommt. Das hat uns alle umgehauen.
Doch nun kommt Teil 3. Doch was ist anders? Vieles, was die früheren Teile richtig gemacht haben, macht auf der dritte Teil wieder richtig. Doch man hat hier und da geschraubt. Zum Einen sieht die Grafik noch eine Spur schärfer aus. Natürlich können wir hier keine großen Sprünge mehr erwarten, aber das braucht das Spiel auch nicht zu machen. Das wird mit der butterweichen Framerate wieder gut gemacht. Es spielt sich nahezu immer extem flüssig. Die Spielengine kommt nur mal leicht ins Stottern, wenn es im Spiel regnet und mehrere Gegner im Blickfeld sind. Aber stören tut es nicht.

Einmal um die ganze Welt
Als Nathan Drake sind wir es gewohnt, viel auf der Welt zu reisen. Wir reisen von Frankreich rüber in den Jemen. Von brennenden Schlössern über einen Schiffsfriedhof. Die Auswahl könnte nicht unterschiedlicher sein. Und jedesmal, wenn man in einen neuen Ort kommt, staunt man umso mehr. Waren wir zu Anfang vom Schloss begeistert, welches durch die Bösewichte abgefackelt wird, sind wir umso erstaunter, wenn wir versuchen, von einem sinkenden Schiff zu entkommen.

Spielerisch befinden wir uns auf bekanntem Terrain. Etwas, was mich gestört hat, war das Aiming. In der Regel sollte das Zielen mit dem Analogstick ja keine Probleme bereiten. Doch das Spiel leidet leider unter einem kleinem “Lag”, sprich einer Verzögerung der Bewegung. Soll heißen, wenn man gerade am Zielen ist und den Gegner anvisieren möchte, dann dauert es immer etwas, bis unsere Bewegung am Stick auch das Fadenkreuz im Spiel erreicht. Dieser Aspekt führte schon zu dem ein oder anderem Frustmoment. Aber wie Naughty Dog schon bestätigte, wird schon an einem Patch für dieses Problem gearbeitet.

Apropos Frustmomente; diese hat man im dem Spiel zu Hauf. Auch dann, wenn das Spiel auf der mittleren Schwierigkeitsstufe begonnen wurde. Vor allem in den späteren Missionen erkennt man hier leichte Züge des “Trial & Error”-Prinzips, welches sich vor allem in den Schusswechseln mit dem Gegner zeigt. So kann es schonmal sein, dass man bestimmte Spielabschnitte öfters wiederholen muss, da man die Gegnerschar nicht ausschalten kann. Doch was hier für Frustmomente sorgt, kann auch als positiver Aspekt angesehen werden. Denn die künstliche Intelligenz ist so angepasst, dass die Gegner nicht nur stupide hinter der Deckung warten, bis diese abgeballert werden. Nein, der Feind versucht ständig, den Protagonisten zu flankieren und dann mit direkten Treffern auszuschalten. Bei den normalen Gegnern mag man das ja noch meistern können, doch wenn wir es dann mit mehreren gepanzerten Gegnern zu tun haben, die nichts lieber tun würden, als Nathan Drake mit ein paar Schrotsalven zu überrumpeln, haben wir schon ein wenig zu kämpfen.

Der Schatz des Sir Francis Drake
Wie immer dreht es sich um verlorene Schätze. Schon in seiner Kindheit ist Nathan Drake an den bekannten “Sic Parvis Magna”-Ring gekommen, welcher seitdem zu seinem Markenzeichen wurde. Doch der Ring ist nur mehr, als ein gewöhnlicher Gegenstand; er dient auch als Schlüssel zu für ein Dechiffriergerät mit dessen Hilfe Francis Drake einen Schatz von unmessbarem Wert verborgen hat, welchen Nathan und Sully natürlich finden möchten. Direkt in den ersten Kapiteln vollbringen wir quasi ein paar Zeitsprünge, in welchen wir mitbekommen, die Nathan zu Sully und dem Ring gekommen ist. Außerdem lernen wir dort auch unsere Widersacherin kennen, welche auf den Namen “Marlow” hört. Denn auch die alte Dame kennt den Schatz und würde alles dafür tun, um an den Ring zu kommen. Denn das ominöse Dechiffriergerät hat sie schon in ihrem Besitz. Während des ganzen Spiels messen wir uns also mit Marlow’s Gefolgschaft und versuchen immer einen Schritt voraus zu sein.

Kino oder wie?
Zu diesem Thema kann man jetzt eine Menge schreiben, wobei es jedoch nach eigenem Geschmack ist. Die Erzählung der Geschichte und die lineare Spielweise. Schon damals bei Metal Gear Solid 4 war es so. Man hat viele Passagen gehabt, wo man nicht interagieren konnte und den Spielsequenzen folgen musste. Das gibt es in Uncharted 3 natürlich auch, wenn auch nicht in diesem Umfang eines MGS4. Doch mir persönlich hat es gefallen. Spielerisch fühlt man sich an einen guten Film-Blockbuster hinein versetzt, wo es an jeder Ecke von Action nur so strotzt. Und das funktioniert Gut! Man sitzt da vor seinem Fernseher auf seiner Couch und erlebt diese einzigartige Geschichte über Schätze und darf an Orte, die man als Normalsterblicher nie erreichen wird (Zumal es ein paar Orte natürlich nicht gibt. :) )

Fazit
Alles in allem ist es Naughty Dog wieder einmal gelungen, ein fantastisches Spiel auf die Beine zu stellen. In den knappen 8-10 Stunden, welche man am Bildschirm gefesselt ist, erleben wir eine Welt voller Spannung, aus welcher man nicht mehr so leicht heraus kommt. Und seien wir ehrlich: Wer jagt nicht gerne einem verschollenen Schatz hinterher. Doch auch nach dem Durchspielen hat man noch eine Menge zu erledigen, da allein der Multiplayer-Modus es Wertist, etliche Stunden gespielt zu werden.


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